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Veröffentlicht von | Kategorie: Winter in Saalbach.

romantischer Advent

Trotz der Kommerzialisierung in den letzten Jahrzehnten hat die Adventzeit im Salzburger Land noch immer eine große Bedeutung für Einheimische und Gäste. Krampusläufe, Christkindlmärkte, Krippenschauen, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen – von Ende November bis Weihnachten wird den Besuchern in der Adventzeit eine einmalige Vielfalt und Fülle an alpenländischem Brauchtum geboten.

Der 1. Adventsonntag – er öffnet die Tür zur Vorweihnachtszeit. Geschmückte Adventkränze werden aufgestellt und überall duftet es nach Tannenzweigen. Die vier Kerzen auf dem Adventkranz sind wie ein Zeitmesser für die Adventsonntage. Jetzt sind es nur mehr 4 Wochen bis zum Heiligen Abend.

Im ganzen Land laden Christkindlmärkte zum Bummeln, Staunen und Genießen ein. Große und kleine Besucher erwartet ein abwechslungsreiches und stimmungsvolles Angebot. Lebkuchenherzen, Krippenfiguren, Christbaumschmuck, Spielzeug und handgestrickte Socken aus Schafwolle locken zum Kauf! Ursprüngliches Handwerk wird live präsentiert, Krippenspiele und Weisenbläser umrahmen das fröhliche Treiben musikalisch und stimmen mit überlieferten Liedern und Weisen auf das nahende Fest ein.

Der 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara. Am Barbara-Tag schneidet man Zweige von Kirsch- oder Apfelbäumen und stellt sie an einem warmen Ort ins Wasser. Blühen die Zweige bis zum Heiligen Abend auf, so bedeutet das ein gutes Zeichen für das kommende Jahr. Vielerorts wird geglaubt, dass blühende Barbarazweige zu Weihnachten auf eine Hochzeit oder Kindstaufe innerhalb der Familie im nächsten Jahr hinweisen.

Nicht fehlen dürfen in der Adventzeit die Auftritte von finsteren Gesellen. Ein beliebtes Spektakel sind die traditionellen Krampusläufe. Am 5. und 6. Dezember sorgen hier die jungen Burschen und Mädchen für ein sehenswertes Höllenspektakel. In diesen Tagen wird aber auch der Nikolaus von den Kindern mit Spannung erwartet. In seinem Buch kann er nachlesen, wer brav war und wem das Bravsein nicht glücken wollte. Dementsprechend gibt es Süßigkeiten, Nüsse, Mandarinen und Äpfel oder die Rute seines Begleiters, dem Krampus.  

Glück und Gottes Segen bringen die Anklöckler ins Haus, die in der letzten Adventwoche viele Bauernhöfe und Wohnhäuser aufsuchen. Nach der Ankündigung der Anklöckler durch den Ansager und Wirt zugleich, bitten Josef und Maria um Herberge. Alte Hirtenlieder werden dabei gesungen.

Urige Almhütten, orientalische Türme und geheimnisvolle Höhlen – eine Weihnachtskrippe ist schöner als die andere. Die Mitglieder der Krippenbauvereine im SalzburgerLand schnitzen, sägen, kleben und pinseln dieser Tage was das Zeug hält. Im Advent können die Kunstwerke dann bei Ausstellungen bewundert werden.

Aber auch die vorweihnachtliche Küche verfügt über einige Bräuche. So ist es in der Adventzeit beispielsweise Brauch, ein Kletzenbrot zu backen. Dieses darf in der Vorweihnachtszeit ebenso wenig fehlen wie Vanillekipferl, Linzeraugen und Kokosbusserl.

Am besten erlebt man die Adventbräuche im Salzburger Land, wenn man sich einige Tage Auszeit nimmt und bewusst in die Stimmung der Vorweihnachtszeit eintaucht.

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