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Schwarzbeeren

Nun beginnt sie endlich wieder  - die Saison der köstlichen und gesunden Moosbeeren. Moosbeere ist im Pinzgau der umgangssprachliche Name für die Pflanze, die auch als Schwarzbeere oder Heidelbeere bekannt ist. Aber egal wie man sie nennt, die Beeren schmecken einfach himmlisch. Eigentlich beginnt die Schwarzbeer- bzw. Moosbeer-Saison ja erst etwas später. Da es heuer aber das ganze Frühjahr hindurch so ungewöhnlich warm war, gibt es bereits jetzt die wild wachsenden Schwarzbeeren und man findet sie überall beim Wandern auf den Bergen rund um Saalbach. Mit dem Geschmackerlebnis der wild wachsenden Heidelbeeren können die Aromen der im großen Stil angebauten Kultur-Heidelbeeren aus dem Supermarkt kaum mithalten. Mmm – allein der Duft! Ein Teil der heute gepflückten Beeren wird zu Moosbeernocken verarbeitet, im Kunst-Hotel Kristiana ein begehrtes Sommerdessert. 

Traditionell geerntet werden die Schwarzbeeren mit speziellen Geräten, die wie ein Kamm auf einem kleinen Holzkästchen aussehen und als „Riffel“ bezeichnet werden. Die blauen, süßen Beeren werden vom Strauch abgestreift und fallen in den Behälter. Dabei mischen sich aber auch unreife Beeren und Blätter unter die Ernte. Das so genannte “ausklauben” und die damit verbundene Verfärbung der Finger bleibt also nicht ganz aus. Mein Tipp: Zitronen helfen dabei, die blau gefärbten Finger zu reinigen.  

Schwarzbeeren schmecken natürlich frisch geerntet besonders gut. Aber man kann sie auch problemlos einfrieren und dann im Winter zu köstlichen Desserts verarbeiten. Viele essen die Wald-Heidelbeeren einfach nur leicht gezuckert oder mit Schlagobers.

Aus Schwarzbeeren lässt sich aber auch so manch köstliche Mehlspeise zubereiten, wie zum Beispiel Schwarzbeernocken, Heidelbeerschmarren oder Heidelbeerstrudel. Außerdem werden die Beeren zur Herstellung von Likören, Säften, Marmeladen oder getrocknet als medizinisches Hausmittel verwendet. Aus den getrockneten Blättern kann man einen Gesundheitstee zubereiten. 

Schwarzbeeren enthalten sehr viel Vitamin C und können somit Erkältungskrankheiten und Infektionen entgegenwirken. Die Früchte beinhalten außerdem Karotene, die das Immunsystem stärken und freie Radikale beseitigen. Das enthaltene Tannin unterstützt den Körper bei der Bakterienabtötung und Beseitigung von Entzündungen. 100 g Heidelbeeren enthalten nur 36 Kalorien. 

Und nun ein Schwarzbeernocken-Rezept aus dem Buch „Unsere österreichische Küche“ von Rudi und Karl Obauer aus Werfen.

Schwarzbeernocken

 unser Praktikant Julian     

Zutaten für 4 Personen
500 g Schwarzbeeren
200g Mehl
Salz
ca. 200 ml Milch
2 EL Butterschmalz
Kristallzucker und Staubzucker zum Bestreuen

Die Schwarzbeeren putzen, waschen und mit dem Mehl und 1 Prise Salz vermischen. Unter Rühren so viel kochende Milch dazugeben, dass es eine zähe Masse ergibt. Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Die Schwarzbeermasse löffelweise in die Pfanne setzen und auf beiden Seiten anbraten. Dann zugedeckt bei kleiner Hitze noch einige Minuten garen. Die Schwarzbeernocken mit Kristall- und Staubzucker bestreut servieren.

 

 

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