Veröffentlicht von | Kategorie: Winter in Saalbach.

Weinkeller im Kunst-Hotel Kristiana in Saalbach

Die perfekte Weindegustation für zu Hause

„Degustieren ist Studieren, Analysieren, Beschreiben, Charakterisieren, Beurteilen und Klassifizieren.“ (Emile Peynand)

Der Ausdruck Degustation stammt aus dem Lateinischen (degustare = kosten, probieren). Bei der Weinverkostung oder Degustation geht es darum, mehrere Weine im Vergleich zu beurteilen und sich ein differenziertes Bild von der Qualität und vom Stellenwert eines Weines zu machen.

Für die fachgerechte Beurteilung von Weinen bedarf es eines gewissen Know-hows und vor allem einiger Übung. Sich ein paar Grundregeln zu merken ist aber auch für die Verkostung zu Hause hilfreich, denn einerseits steigert der richtige Umgang mit dem edlen Rebensaft den Genuss und andererseits ist Wein ein unterhaltsames und spannendes Thema.

Hier ein kleiner Leitfaden, worauf es bei einer Weindegustation ankommt.

Die Wahl der Weine Schon vor der Weinverkostung sollte man sich ein paar Gedanken über das Thema, die Anzahl der Proben und die Abfolge machen. Weine durcheinander zu kosten und dabei Äpfel mit Birnen zu vergleichen, ist nicht sehr aufschlussreich. Daher sollte man das Thema eingrenzen. Beispielsweise: eine Reihe von Jahrgängen desselben Weines. Oder: Weißweine aus verschiedenen Rebsorten, jedoch vom selben Jahrgang. Dabei lassen sich sehr gut die Aromaunterschiede zum Beispiel von Riesling, Weißburgunder und Grünem Veltliner herausfinden. Für genussvolle Verkostungen sind sechs bis acht Proben absolut ausreichend. Die Reihenfolge der Proben ist nicht unwichtig. Ordne die Weine in der Regel von weiß nach rot, von leicht nach schwer und von klassisch nach Barrique ausgebaut.

Um einen Wein fair beurteilen zu können, sollte man die richtigen Voraussetzungen schaffen. Der Verkostungsraum sollte hell sein, im Idealfall mit Tageslicht. Eine romantische Stimmung mit Kerzenlicht und Fremdgerüche wie starke Parfums  oder Rauch sind dagegen kontraproduktiv. Begleitet wird die Verkostung von Wasser und Weißbrot, um zwischen den Proben den Gaumen zu neutralisieren. Weiters benötigt man eine weiße Unterlage (Tischtuch), saubere Gläser und einen Krug zum Zurückschütten der Proben.

Übrigens sollte Käse frühestens nach der Verkostung gereicht werden, denn der Eigengeschmack des Käses würde jede Verkostung stören.

Die richtige Weinverkostungstechnik

Für das richtige Weinprobieren braucht man den Seh-, Geruchs- und Geschmackssinn.

Dem Auge kommt bei der Beurteilung eines Weines eine wichtige Funktion zu, denn der Sehsinn liefert Hinweise über Qualität und Alter des Weines. Dabei achtet man auf Farbton, Farbtiefe, Klarheit, Konsistenz und Kohlensäure, beim Sekt auf Schaum und Perlen. Für die Beurteilung der Klarheit und Farbe hält man das Glas leicht geneigt gegen einen weißen Hintergrund. Zeigt sich der Weißwein hell- bis leicht grüngelb, ist er jugendlich, tendiert die Färbung von leuchtendem Gelb bis zu intensivem Gold, so hat man es in der Regel mit einem gereiften oder kräftigeren Wein zu tun. Bei Rotweinen bedeutet eine hellere Farbe meistens, dass es sich um einen leichteren Wein handelt, dunkelrote bis fast schwarze Weine sind in der Regel  kräftiger. Allerdings ist der Farbton von vielen Faktoren abhängig: Rebsorte, Reifegrad, Klimazone, Boden, Jahrgang, Ausbau, Maischekontakt, Kellertechnik und Schwefelgehalt.

Und nun zum Geruchssinn:  Um den Duft eines Weines beurteilen zu können, sollte dieser durch ausgiebiges Schwenken des Glases bewegt und belüftet werden. Dadurch werden nämlich die Aromen freigesetzt. Den Duft kann man in folgende Geruchskategorien einteilen: ¬fruchtig, blumig, vegetabil, würzig, karamellisiert, rauchig, erdig, mikrobiologisch oder chemisch.

Spannend ist es, die Verkostung mit einer kleinen Sensorikvorbereitung zu beginnen. Dazu bereitet man Schälchen mit Honig, Vanille, Beeren, geschnittenen Äpfel und vielen mehr vor. Das Riechen daran weckt die Erinnerung und die Aromen lassen sich anschließend im Wein leichter nachvollziehen.

Nun nimmt man einen Schluck, kaut diese Menge gut durch und erlaubt der Flüssigkeit, sich zu erwärmen. Etwas Luft einziehen und sich auf die unterschiedlichen Eindrücke konzentrieren. Schlürfen und schmatzen ist erlaubt. Durch diese “Unarten” wird der Wein im Mund deutlich schmeckbar. Außerdem gibt die Zunge Aufschlüsse über den Wein. An ihrer Spitze lässt sich Süßes, am Zungenrand Säure, an den hinteren Rändern Salziges und am Ende der Zunge Bitteres feststellen.

Zum Abschluss sollte sich jeder sein eigenes, ganz persönliches Urteil bilden. Nur so ist es möglich, mit der Zeit seinen eigenen Geschmacksstil zu erkennen.

 

Weindegustation Kunst-Hotel Kristiana

 

 

Weindegustationen mit Sommelier Johann Breitfuss im Kunst-Hotel Kristiana Saalbach.

 

 

 

 

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