Veröffentlicht von | Kategorie: Winter in Saalbach.

Osterhase

Wenn es nach frischem Grün und satter Erde duftet, die ersten Blumen mit ihren kräftigen Farben ans wärmende Sonnenlicht drängen und aus scheinbar toten Ästen das saftige Grün junger Triebe sprießt, dann  feiern wir Ostern, das Fest der Auferstehung. Palmbuschen binden, Ostereier verzieren, Feuerweihe, Fleischweihe, Eiersuche und Osterhase sind beliebte Ostertraditionen, die heutzutage nicht mehr wegzudenken sind.  

Wie jeder weiß, bringt der Osterhase Ostereier und Ostergeschenke und versteckt sie im Haus oder im Garten. Aber wie wurde der Hase zum Symboltier für Ostern?

Folgende Hypothesen stehen im Raum: Das christliche Symbol des Osterfestes ist das Lamm. Der Osterhase könnte von einem schlecht gezeichnetem Lamm herstammen. Vielleicht, so vermutet man auch, hat das byzantinische Christussymbol, der Hase, mit der Entstehung unseres Osterhasens zu tun. Manche Leute vermuten auch, dass der Osterhase auf eine Bibelstelle im Psalm 104, in der bei der Übersetzung fälschlicherweise von einem Hasen gesprochen wird, zurückzuführen ist.  

Dies erklärt nun zwar den Hasen, aber nicht den Grund, warum er die Eier bringt. 

Das Osterei zählt mit Abstand zu den typischsten Geschenken zu Ostern. Die Tradition, jemandem ein schönes Osterfest zu wünschen und dabei ein buntes Osterei zu schenken, ist tief verwurzelt. Eier gelten seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol und als das Siegeszeichen des Lebens über den Tod. Die enge Beziehung zu Ostern hat aber wohl mehrere Gründe. So waren Eier etwa im Mittelalter als Zahlungsmittel durchaus üblich: Rund um Ostern mussten von den Bauern die sogenannten Zinseier als Naturalabgabe an die Grundherren abgeliefert werden. Ostereier in ihrer heutigen Form tauchten das erste Mal im 13. Jahrhundert auf. Nach katholischer Fastenvorschrift war der Verzehr von Eiern in der Karwoche untersagt. Am Ostermorgen (Ende der Karwoche) war daher der Eierkonsum besonders hoch. Man beschloss, die in der Karwoche gesammelten sogenannten “Karwochen-Eier” zu bemalen und weihen zu lassen, damit sie sich von gewöhnlichen Eiern unterschieden.

Einige frühe bemalte Ostereier zeigen das Dreihasenbild – eine Darstellung von drei Hasen mit lediglich drei Ohren insgesamt, bei denen aufgrund der “Doppelverwendung” von Ohren dennoch jeder Hase zwei Ohren hat; dies ist ein bekanntes Symbol für die Dreieinigkeit. Eventuell könnte man von dieser Darstellung auf den Hasen als Eierlieferant gekommen sein. Immer noch gerne debattiert, wenngleich als sehr unsicher anzusehen, ist die etymologische Verwandtschaft des Wortes “Ostern”, mit einer angelsächsischen Frühlingsgötting Eostre bzw. dem germanischen Äquivalent Ostara, deren Symbole Hase und Ei sind.

Eine weitere Theorie über die Verbindung des Hasen mit der Eierherstellung könnte sein, dass der Hase im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten kommt. Durch sein ungewöhnliches Verhalten, sich in Menschennähe aufzuhalten, wird ihm gleichzeitig das Ablegen der Ostereier angedichtet. Eine Henne kann schließlich keine bunten Eier legen – das wissen längst alle Kinder. 

Das Team des Kristiana-Magazins wünscht Ihnen wunderschöne Osterfeiertage!

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