Veröffentlicht von | Kategorie: Winter in Saalbach.

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Am 5. April feiert der Schiclub Saalbach Hinterglemm seinen 100. Geburtstag.

Es bedurfte starker Persönlichkeiten, um in den schwierigen Jahren vor dem Ersten Weltkrieg die Saalbacher für die Gründung eines Wintersportvereines zu gewinnen. Saalbach war noch ein recht armes Bauerndorf im entlegenen Glemmtal. Aber die Lehrer Ludwig Ramsauer, Hermann Hueter und der akademische Maler Otto Homolatsch überzeugten die Skeptiker in der Gemeindestube und in der Bevölkerung vom Wert eines Wintersportvereins.

 

Ein kurzer Überblick über die bewegte Geschichte des Schiclubs Saalbach Hinterglemm

Am 5. April 1914 findet die Gründungsversammlung des Wintersportvereins Saalbach statt. Der neue Verein hat 44 Gründungsmitglieder und wird beim Österreichischen Skiverband angemeldet. Otto Homolatsch ist der erste Obmann des neu gegründeten Wintersportvereins. Von ihm stammt das erste Logo.
In der Zeit des 1. Weltkrieges von 1914 bis 1918 wird die Vereinstätigkeit ausgesetzt.
1920 wird der Oberförster Fritz Hochleitner zum neuen Obmann gewählt. Zu dieser Zeit ist der Wintersportverein nicht nur für den Skisport im Ort zuständig, auch die gesamte Fremdenverkehrswerbung liegt in den Händen des Vereins.
1924 tritt die Gemeinde Saalbach auf energisches Verlangen des WSV dem Landesverband für Fremdenverkehr bei. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist, dass der WSV nachweisen kann, dass er eine Million Kronen für Werbezwecke ausgegeben hat.
Im Winter 1924/25 zählt man in Saalbach bereits 800 Gästenächtigungen.
1927 erreichen die Gemeinde und der WSV, dass die Bahnstation Maishofen in Maishofen-Saalbach umbenannt wird. Der WSV produziert in diesem Jahr 10.000 Prospekte von Saalbach.
In der Wintersaison 1929 wird ein Postautoverkehr zwischen Zell am See und Saalbach aufgenommen.
1946 muss die Vereinstätigkeit aufgrund des  2. Weltkrieges wieder unterbrochen werden. Die Funktionäre werden zur Wehrmacht eingezogen. 1941 wird sogar die allgemeine Ablieferung aller Schier angeordnet.
Am 1. April 1946 wird der WSV neugegründet und am 8. April 1946 genehmigt die Sicherheitsdirektion die Gründung des Wintersportvereins Saalbach. Noch im gleichen Winter wird wieder ein Clublauf – ein Riesentorlauf – durchgeführt
Die Trennung der Aufgaben Fremdenverkehr und Sport erfolgt am 1. Juli 1948. Der „Ski- und Sportclub Saalbach“ übernimmt die Agenden der Sportförderung und den Sportbetrieb, der Verkehrsverein die touristischen Aufgaben.
Der „Ski- und Sportclub“ veranstaltet im Jahr 1954 die Salzburger Alpinen Meisterschaften.
1959 wird die Sektion Tennis und 1964 die Sektion Fußball ausgegliedert.
Die ersten Weltcuprennen der Damen – ein Riesentorlauf und eine Abfahrt – finden am 19./20. 12. 1972 statt.
1978 bewirbt sich der Verein um das Weltcupfinale 1980. Ab diesem Jahr nennt sich der Verein Schiclub Saalbach Hinterglemm.
In der Zeit vom 10. – 16. März 1980 findet das 1. Weltcupfinale der Damen und Herren in Saalbach Hinterglemm statt.
Im März 1988 wird das 2. Weltcupfinale ausgetragen.
Am 11. 6. 1988 erhält Saalbach Hinterglemm beim FIS Kongress in Istanbul den Zuschlag für die Alpine Ski WM 1991
Die vom Ausbruch des Golfkrieges überschattete Alpine Ski WM in der Zeit vom 19. 1. bis 3. 2. 1991 geht in die Geschichte als die „Sonnen-Ski-WM“ ein.
Am 6. Jänner 1994 findet die erste Weltcup-Herren-Sprintabfahrt am Zwölferkogel statt.
Am 5. 1. 1995 gibt es mit dem verschobenen Abfahrtslauf und einem Super G erstmalig zwei Weltcup-Speedrennen der Damen an einem Tag. Der 1. Weltcup-Nachtslalom der Damen wird am 1. März 1998 am Zwölferkogel ausgetragen.
2015 findet nach langem Warten im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang wieder ein Skiweltcuprennen statt. Am Samstag, 21.Februar und Sonntag 22. Februar wird in den Disziplinen Super G Herren und Abfahrt Herren um die ersten Plätze gekämpft.

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